Leuzea-Flüssigextrakt (Maralwurzel): Einnahme und was die Wissenschaft sagt

Leuzea Max Flüssigextrakt 100 ml neben Wurzel und violetten Blüten der Leuzea

Juni in den Bergen Südsibiriens: Oberhalb der Waldgrenze stehen die Wiesen hüfthoch, die Luft riecht nach nassem Gras und Harz. Zwischen den Halmen ragen Stängel mit großen violetten Blütenköpfen auf, die an riesige Disteln erinnern. Die Einheimischen erzählen, dass die Marale – die großen sibirischen Hirsche – ihre Wurzeln mit den Hufen ausgraben. Tausende Kilometer entfernt, in einer ganz gewöhnlichen Küche, misst jemand nach dem Frühstück 3 ml eines dunklen Flüssigextrakts ab. Zwischen diesen beiden Bildern liegen Jahrhunderte Volksüberlieferung, Jahrzehnte Laborforschung und ein paar sehr heutige Fragen, die wir hier ehrlich beantworten.

Kurz gesagt: Leuzea (Rhaponticum carthamoides, auch Leuzea carthamoides, Maralwurzel oder Saflor-Bergscharte) ist eine mehrjährige Pflanze aus Südsibirien. Ihr Flüssigextrakt (Tinktur) wird aus der Wurzel gewonnen. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Phytoecdysteroide, allen voran 20-Hydroxyecdyson (Ecdysteron), dazu Flavonoide und Phenolsäuren. Studien am Menschen gibt es nur wenige, und ihre Ergebnisse widersprechen sich. Für Leuzea gibt es in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben. Leuzea Max flüssig wird laut Etikett einmal täglich mit 3 ml nach einer Mahlzeit eingenommen, von Sportlern zweimal täglich mit je 3 ml.

Inhalt

Was ist Leuzea und warum heißt sie Maralwurzel?

Leuzea (Rhaponticum carthamoides (Willd.) Iljin) ist eine mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und damit eine Verwandte von Distel und Kornblume. In älterer Literatur und auf vielen Etiketten begegnet sie Ihnen als Leuzea carthamoides, im Englischen als maral root, im Deutschen als Maralwurzel oder Saflor-Bergscharte. In China nennt man sie „Xinjiang-Ginseng“. All diese Namen meinen ein und dieselbe Pflanze – das sollten Sie wissen, bevor Sie ein Etikett oder eine Fachpublikation lesen.

Die Pflanze bildet einen kräftigen, dunklen, verzweigten Wurzelstock, aus dem jedes Jahr hohe Stängel mit großen, gefiederten Blättern treiben. Die Blütenköpfe sind groß und kugelig, mit violetten bis rosafarbenen Einzelblüten – von Weitem sehen sie aus wie eine riesige Distel ohne Stacheln. Leuzea wächst langsam und liebt das kühle, feuchte Klima von Bergwiesen.

Der Name „Maralwurzel“ geht auf eine Überlieferung aus dem Altai zurück: Im Herbst sollen die Marale (sibirische Rothirsche) die Wurzeln der Pflanze ausgraben und fressen. Eine schöne Geschichte – aber ehrlicherweise eine Legende und keine wissenschaftliche Beobachtung, auf die sich ein Produkt stützen könnte. Die Wissenschaft der Leuzea beginnt an anderer Stelle: im Labor. Dazu gleich mehr.

Wer sich einen breiteren Überblick über die Pflanze selbst verschaffen möchte, findet ihn in unserem Beitrag Leuzea (Maralwurzel): Herkunft, Inhaltsstoffe und Tradition. Hier geht es um die flüssige Form: wie man sie einnimmt, wann, wie lange und für wen sie nicht geeignet ist. Eine kürzere Einführung in den Flüssigextrakt bietet unser früherer Artikel zur flüssigen Leuzea.

Leuzea Max – Flüssigextrakt aus der Leuzea-Wurzel

Flüssigextrakt (Tinktur) in der 100-ml-Flasche. Eine Portion von 3 ml enthält 600 mg Extrakt aus der Leuzea-Wurzel, das ergibt rund 33 Portionen pro Flasche. Verzehrempfehlung laut Etikett: einmal täglich 3 ml nach einer Mahlzeit (für Sportler zweimal täglich).

Zum Leuzea Max Flüssigextrakt

Woher stammt sie und wie wurde sie traditionell verwendet?

Leuzea ist in Südsibirien endemisch. Natürlich wächst sie im Altai und im Sajangebirge, auf subalpinen und alpinen Wiesen, wo die Winter lang und die Sommer kurz und intensiv sind. Heute wird sie auch angebaut, weil die Wildbestände begrenzt sind.

In der Volksheilkunde der Region dient die Wurzel seit Jahrhunderten als Stärkungsmittel – meist als alkoholischer Auszug. Eine systematische Übersichtsarbeit zur Gattung Rhaponticum aus dem Jahr 2026 fasst zusammen, dass die Pflanze in den ehemaligen Sowjetrepubliken eine lange Tradition als anregendes Tonikum hat; aus der Wurzel wurden dort belebende Getränke hergestellt. Die Übersichtsarbeiten beschreiben außerdem eine traditionelle Verwendung bei einer ganzen Reihe von Beschwerden, für die es keine modernen Belege gibt.

Berühmt wurde Leuzea in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sowjetische Forscher ordneten sie den sogenannten Adaptogenen zu – Pflanzen, von denen man annahm, dass sie dem Organismus helfen, mit verschiedenen Belastungen besser zurechtzukommen. Zur selben Gruppe zählen Ginseng, Taigawurzel (Eleutherococcus), Rosenwurz und Ashwagandha (dazu gibt es einen eigenen Beitrag: Ashwagandha: Herkunft, Tradition und was Sie wissen sollten). Ein großer Teil dieser frühen Arbeiten erschien auf Russisch, in Zeitschriften, die heute nur schwer aufzufinden und zu überprüfen sind.

Wichtig: „Adaptogen“ ist ein Begriff aus der Fachliteratur, keine behördlich anerkannte Wirkung. In der Europäischen Union gibt es weder für Leuzea noch für den Begriff „Adaptogen“ zugelassene gesundheitsbezogene Angaben. Deshalb beschreiben wir in diesem Artikel Tradition und Forschung, versprechen aber keine Wirkung.

Was ist ein Leuzea-Flüssigextrakt (Tinktur)?

Ein Flüssigextrakt ist eine Lösung, in die die Inhaltsstoffe einer Pflanze mit einem geeigneten Lösungsmittel überführt wurden. Die klassische Tinktur ist per Definition ein wässrig-alkoholischer Auszug: Die zerkleinerte Wurzel zieht eine festgelegte Zeit in einem Gemisch aus Ethanol und Wasser, danach wird die Flüssigkeit filtriert. Ethanol löst sowohl wasserlösliche als auch schlechter wasserlösliche Verbindungen und wirkt zugleich als natürliches Konservierungsmittel.

Warum gerade die Wurzel? Eine vergleichende Übersichtsarbeit von 2021 nennt die Wurzel als den wichtigsten Pflanzenteil für Leuzea-Extrakte, obwohl auch die Blätter reich an Inhaltsstoffen sind. Laut derselben Arbeit schwankt der durchschnittliche Gehalt an 20-Hydroxyecdyson in den verschiedenen Untersuchungen zwischen 0,049 % und 1,74 %. Dieser Unterschied – mehr als das 30-Fache – überrascht nicht: Die Übersichtsarbeit von 2024 hält fest, dass der Ecdysteroidgehalt von Pflanzen von Entwicklungsstadium, Anbaubedingungen und Ökotyp abhängt. „Leuzea“ auf dem Etikett garantiert also noch keinen einheitlichen Gehalt.

Bei Leuzea Max flüssig nennt das Etikett 600 mg Extrakt aus der Leuzea-Wurzel pro Portion von 3 ml. Einen gesonderten Ecdysterongehalt deklariert das Etikett nicht – deshalb nennen auch wir keine Zahl, die dort nicht steht.

Welche Inhaltsstoffe stecken in der Wurzel?

Die Chemie der Leuzea ist erstaunlich vielfältig. Die Übersichtsarbeit von Kokoska und Janovska (Phytochemistry, 2009), die 117 Quellen auswertet, stellt die Strukturen von 120 Verbindungen vor. Die wichtigsten Gruppen sind:

  • Phytoecdysteroide – pflanzliche Steroidverbindungen, die den Häutungshormonen von Insekten strukturell ähneln. Laut der Übersichtsarbeit von 2021 wurden aus Leuzea rund 50 verschiedene Ecdysteroide isoliert. Am besten untersucht und meist am reichlichsten vorhanden ist 20-Hydroxyecdyson (auch Ecdysteron oder Beta-Ecdyson genannt).
  • Phenolische Verbindungen – Flavonoide und Phenolsäuren. Sie kommen in vielen Pflanzen vor und werden vor allem wegen ihrer antioxidativen Aktivität im Labor untersucht.
  • Polyacetylene und Thiophene – typisch für die Familie der Korbblütler.
  • Sesquiterpenlactone und Triterpenglykoside.
  • Ätherisches Öl – in geringen Mengen, laut der Übersichtsarbeit von 2021 zwischen 0,07 % und 0,11 %.

Die systematische Übersichtsarbeit zur Gattung Rhaponticum von 2026 (Wurentuya et al.) geht noch weiter: Aus 8 Arten der insgesamt 24 Arten umfassenden Gattung wurden 217 Metaboliten isoliert und identifiziert. Dieselbe Arbeit räumt jedoch offen ein, dass die Wirkmechanismen vieler Arten unklar bleiben und die toxikologischen Daten zu wenig untersuchten Arten nicht ausreichen.

Was ist Ecdysteron (20-Hydroxyecdyson)?

Ecdysteron (20-Hydroxyecdyson, 20E) ist eine Steroidverbindung, die zuerst bei Insekten entdeckt wurde, wo sie Häutung und Metamorphose steuert. Später zeigte sich, dass manche Pflanzen sie in viel größeren Mengen bilden – vermutlich als Schutz vor Fraßinsekten. Außer in Leuzea kommt Ecdysteron auch in Spinat, Quinoa und in Ajuga turkestanica vor, der Quelle des verwandten Turkesterons.

Hier liegt das häufigste Missverständnis. Das Wort „Steroid“ klingt alarmierend, doch Ecdysteron ist kein anaboles Steroid im Sinne synthetischer Androgene. Die Übersichtsarbeit von Todorova et al. (Nutrients, 2024) hält fest, dass 20-Hydroxyecdyson nicht an den Androgenrezeptor bindet – also nicht wie Testosteron wirkt. Diskutiert werden andere Mechanismen (etwa über den Östrogenrezeptor beta oder den PI3K-Signalweg, in einer anderen Übersichtsarbeit über den Mas1-Rezeptor des Renin-Angiotensin-Systems), die aber überwiegend an Zell- und Tiermodellen untersucht und noch nicht abschließend geklärt sind.

Auch für Anti-Doping-Organisationen ist Ecdysteron interessant. Laut der Übersichtsarbeit von 2024 hat die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) den Stoff 2020 in ihr Monitoring-Programm aufgenommen. Das heißt: Die Agentur beobachtet, wie verbreitet er unter Sportlern ist – verboten ist er damit nicht. Wenn Sie an Wettkämpfen mit Dopingkontrollen teilnehmen, prüfen Sie die aktuelle WADA-Liste, bevor Sie irgendein Nahrungsergänzungsmittel mit Leuzea verwenden.

Was sagen die Studien am Menschen wirklich?

Das ist der wichtigste Abschnitt, deshalb werden wir konkret. Die Forschung zu Leuzea und Ecdysteron lässt sich in drei große Gruppen einteilen: Laborstudien (Zellen), Tierstudien und Studien am Menschen. Die ersten beiden sind zahlreich. Die dritte ist klein.

Labor- und Tierstudien

Die Übersichtsarbeit von 2009 beschreibt Effekte von Leuzea-Extrakten auf Nerven- und Herz-Kreislauf-System, Proteinsynthese, Leistungsfähigkeit und Fortpflanzungsfunktion – der Großteil dieser Daten stammt jedoch aus Versuchen an Tieren und Zellen, viele davon auf Russisch veröffentlicht. Die Übersichtsarbeit von Dinan et al. (Biomedicines, 2021) fasst zusammen, dass 20-Hydroxyecdyson bei Tieren und in vitro eine Reihe interessanter Aktivitäten zeigt, dass mit pharmazeutisch reiner Substanz bereits frühe klinische Studien laufen und dass die Bioverfügbarkeit von 20-Hydroxyecdyson bei oraler Aufnahme gering ist. Wichtig: Ein Ergebnis an der Ratte oder im Reagenzglas ist kein Beleg für eine Wirkung beim Menschen.

Die Studie von 2019 mit 46 Männern

Die meistzitierte neuere Studie stammt von Isenmann et al. (Archives of Toxicology, 2019). Darin absolvierten 46 junge Männer zehn Wochen lang ein Krafttraining und nahmen verschiedene Dosen eines Ecdysteron-Präparats ein. Bei den Teilnehmern mit Ecdysteron wurde eine stärkere Zunahme der Muskelmasse und der Leistung im Bankdrücken (Ein-Wiederholungs-Maximum) beobachtet. Ein Anstieg der Marker für Leber- und Nierenschäden wurde nicht festgestellt. Die Autoren – Forscher mit Verbindungen zu Anti-Doping-Laboren – schlugen sogar vor, Ecdysteron auf die Liste der verbotenen Substanzen zu setzen.

Die Einschränkungen sind allerdings erheblich: Es handelt sich um eine einzelne Studie mit wenigen Teilnehmern, ausschließlich jungen trainierten Männern, und untersucht wurde ein Ecdysteron-Präparat, kein Leuzea-Flüssigextrakt. Das Ergebnis lässt sich nicht direkt auf eine Tinktur mit anderer Zusammensetzung und Dosierung übertragen.

Die Studie von 2006, die keinen Unterschied fand

Die Gegenseite ist die randomisierte Doppelblindstudie von Wilborn et al. (Journal of the International Society of Sports Nutrition, 2006). 45 trainierte Männer nahmen acht Wochen lang ein Placebo oder eines von drei Präparaten ein, darunter 200 mg Ecdysteron. Das Ergebnis: keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen bei fettfreier Körpermasse, Körperfettanteil, Kraft im Bankdrücken und an der Beinpresse sowie Sprintleistung. Auch Testosteron- und Cortisolspiegel veränderten sich nicht.

Was sagen die Übersichtsarbeiten?

In einem Punkt sind sich die Übersichtsarbeiten einig: Die Daten am Menschen sind dünn. Die Arbeit von 2021 schreibt, dass Studien zur Aktivität von Ecdysteron beim Menschen begrenzt sind. Die Arbeit von 2024 betont, dass multizentrische, randomisierte Doppelblindstudien nötig wären und es solche zu Leuzea kaum gibt. Sie zitiert zudem eine klinische Phase-1-Studie, in der reines 20-Hydroxyecdyson in Dosen von 350 mg täglich bis 450 mg zweimal täglich von jungen und älteren Menschen gut vertragen wurde – das sind Daten zur Verträglichkeit des Reinstoffs, nicht zur Wirkung einer Kräutertinktur. Beschrieben wird außerdem eine Studie mit 30 gesunden, aktiven Männern, in der ein kombinierter Extrakt aus Leuzea und Rosenwurz die Ermüdung bei wiederholten intensiven Belastungen nicht signifikant beeinflusste.

Unterm Strich: Leuzea gehört zu den spannendsten Pflanzen in der Fachliteratur, mit vielfältiger Chemie und langer Tradition – doch die Daten am Menschen sind spärlich, die Studien klein und die Ergebnisse widersprüchlich. Wer Ihnen eine konkrete Wirkung verspricht, sagt mehr, als die Wissenschaft hergibt.

Was Leuzea NICHT kann und was nicht belegt ist

Wir sagen es direkt, denn im Internet steht weit mehr, als überprüft ist:

  • Es ist nicht belegt, dass Leuzea den Testosteronspiegel erhöht. In der Studie von 2006 veränderten 200 mg Ecdysteron die Testosteronwerte nicht, und die Übersichtsarbeiten halten fest, dass der Stoff nicht an den Androgenrezeptor bindet.
  • Sie ersetzt weder Training noch Ernährung. In allen Studien am Menschen haben die Teilnehmer trainiert. Ohne Training, Schlaf und ausreichend Eiweiß nimmt Ihnen keine Pflanze die Arbeit ab.
  • Sie ist kein Arzneimittel. Leuzea Max ist ein Nahrungsergänzungsmittel und nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu behandeln oder ihnen vorzubeugen.
  • Es gibt keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben. Die Europäische Kommission hat für Leuzea keine einzige gesundheitsbezogene Angabe zugelassen. Ein seriöser Hersteller verspricht deshalb weder „mehr Kraft“ noch „mehr Muskeln“ noch „mehr Hormone“.
  • Sie wirkt nicht „sofort“. Es gibt keine wissenschaftlichen Daten, die einen Effekt nach der ersten Einnahme beschreiben. Was auch immer Sie empfinden – es ist individuell.

Uninteressant wird Leuzea dadurch nicht. Es macht sie zu einer Pflanze, der man mit den richtigen Erwartungen begegnet: eine traditionelle Zutat im täglichen Ritual aktiver Menschen, kein Wunder aus der Flasche.

Wie wird flüssige Leuzea laut Etikett eingenommen?

So lautet die Verzehrempfehlung für Leuzea Max Flüssigextrakt (100 ml) laut Hersteller:

  • Übliche Einnahme: einmal täglich 3 ml nach einer Mahlzeit.
  • Für Sportler: zweimal täglich je 3 ml nach einer Mahlzeit.
  • Pro Portion (3 ml): 600 mg Extrakt aus der Leuzea-Wurzel.

Das Etikett gibt die Menge in Millilitern an – messen Sie sie deshalb genau ab, mit einem Messbecher und nicht nach Augenmaß. Ob die Portion verdünnt werden soll, lässt das Etikett offen; entscheidend ist die Einnahme nach dem Essen.

Eine 100-ml-Flasche enthält rund 33 Portionen à 3 ml. Bei einmal täglicher Einnahme reicht sie etwa einen Monat, bei zweimal täglicher Einnahme etwa 16 bis 17 Tage.

Pflichthinweise auf dem Etikett: Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Nicht geeignet für Schwangere und Stillende. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Das Produkt ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Arzneimittel. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt.

„Wie viele Tropfen Leuzea am Tag?“ gehört zu den häufigsten Suchanfragen. Bei Leuzea Max wird die Menge nicht in Tropfen, sondern in Millilitern angegeben: 3 ml einmal täglich bzw. 3 ml zweimal täglich bei Sportlern. Rechnen Sie die Menge nicht in Tropfen um und erhöhen Sie sie nicht eigenmächtig.

Zu welcher Tageszeit nimmt man sie am besten?

Für die flüssige Form nennt das Etikett nur „nach einer Mahlzeit“, ohne Uhrzeit. Für Leuzea Max Tabletten gibt der Hersteller einen genaueren Anhaltspunkt: morgens oder mittags nach dem Essen, spätestens 2 Stunden vor dem Schlafengehen. Es ist sinnvoll, sich bei der flüssigen Form an denselben Grundsatz zu halten.

Die Logik ist einfach: Leuzea wird traditionell als belebende Pflanze verwendet, und solche Pflanzen nimmt man gewohnheitsgemäß in der ersten Tageshälfte. Wer zwei Portionen einnimmt (als Sportler), kann sie etwa nach dem Frühstück und nach dem Mittagessen einplanen oder nach dem Mittagessen und nach einem frühen Abendessen – aber nicht spät am Abend.

Falls Sie merken, dass Ihnen das Einschlafen an Tagen mit Einnahme schwerer fällt, verlegen Sie die Portion nach vorn oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Schlaf ist die Grundlage der Regeneration – kein Nahrungsergänzungsmittel ist es wert, ihn zu opfern.

Wie lange einnehmen – und braucht es Pausen?

Das Etikett von Leuzea Max flüssig nennt keine konkrete Einnahmedauer. Deshalb erfinden wir auch keine. Zwei Anhaltspunkte von den Etiketten verwandter Produkte von Cvetita Herbal können wir Ihnen aber geben:

  • Für den TLZ Flüssigextrakt (Tribulus und Leuzea) empfiehlt der Hersteller eine Einnahme von bis zu 2 Monaten (8 Wochen), danach eine Pause von etwa 2 Wochen; anschließend kann der Zyklus wiederholt werden.
  • Bei adaptogenen Pflanzen allgemein ist die Einnahme in Zyklen mit Pausen verbreitet – einige Wochen Einnahme, gefolgt von einer Pause.

Wenn Sie unsicher sind, wie lange Sie Leuzea einnehmen sollen – vor allem bei einer chronischen Erkrankung oder bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme –, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Langzeitstudien zur Sicherheit einer dauerhaften täglichen Einnahme beim Menschen gibt es nicht.

Flüssigextrakt oder Tabletten – wo liegt der Unterschied?

Leuzea Max gibt es in zwei Formen: als Flüssigextrakt (100 ml) und als Tabletten (30 oder 60 Stück). Laut Etikett unterscheiden sie sich so:

  • Extraktmenge: Eine Portion Flüssigextrakt (3 ml) enthält 600 mg Wurzelextrakt, eine Tablette 200 mg. Die Milligrammangaben sind allerdings nicht direkt vergleichbar, weil Flüssig- und Trockenextrakt mit unterschiedlicher Technologie und einem unterschiedlichen Droge-Extrakt-Verhältnis hergestellt werden.
  • Einnahme: flüssig einmal täglich 3 ml (zweimal bei Sportlern); Tabletten 1 Tablette täglich morgens oder mittags, spätestens 2 Stunden vor dem Schlafengehen.
  • Flexibilität: Bei der flüssigen Form sieht das Etikett eine oder – für Sportler – zwei Portionen täglich vor. Die Tablette ist praktischer für unterwegs, fürs Büro und für alle, die Flüssigextrakte nicht mögen.
  • Alkohol: Tinkturen enthalten in der Regel Ethanol als Extraktionsmittel. Wenn Sie Alkohol vollständig meiden müssen, prüfen Sie die Zutatenliste auf der Verpackung oder greifen Sie zu den Tabletten.

Die verbreitete Behauptung, die flüssige Form werde „schneller aufgenommen“, klingt plausibel – die Stoffe liegen bereits gelöst vor, und keine Tablette muss zerfallen. Vergleichsstudien zur Aufnahme von Leuzea in flüssiger und in Tablettenform beim Menschen haben wir jedoch nicht gefunden. Betrachten Sie es daher als praktischen Vorteil im Alltag, nicht als belegten Vorzug.

Lieber Tabletten oder die Kombination mit Tribulus?

Leuzea Max Tabletten – 200 mg Extrakt aus der Leuzea-Wurzel pro Tablette, 1 Tablette täglich morgens oder mittags nach dem Essen. Praktisch für unterwegs und im Büro.

Zu den Leuzea Max Tabletten

TLZ Flüssigextrakt – Tribulus und Leuzea in einer Flasche: 3 ml enthalten 200 mg Tribulus und 400 mg Leuzea.

Zum TLZ Flüssigextrakt

Vergleichstabelle: drei Produkte mit Leuzea

Merkmal Leuzea Max flüssig Leuzea Max Tabletten TLZ flüssig (Tribulus + Leuzea)
Form Flüssigextrakt, 100 ml Tabletten, 30 oder 60 Stück Wässrig-ethanolischer Extrakt, 100 ml
Leuzea pro Portion 600 mg Wurzelextrakt (3 ml) 200 mg Wurzelextrakt (1 Tablette) 400 mg Extrakt (3 ml)
Weitere Zutaten – – 200 mg Tribulus in 3 ml
Einnahme laut Etikett 3 ml einmal täglich; Sportler 3 ml zweimal täglich, nach einer Mahlzeit 1 Tablette täglich, morgens oder mittags, nach dem Essen 3 ml zweimal täglich nach einer Mahlzeit
Tageszeit Nach einer Mahlzeit (keine Uhrzeit angegeben) Spätestens 2 Stunden vor dem Schlafengehen Nach einer Mahlzeit
Einnahmedauer laut Etikett Nicht angegeben Nicht angegeben Bis zu 8 Wochen, danach etwa 2 Wochen Pause
Portionen pro Packung Rund 33 Portionen à 3 ml 30 oder 60 Tabletten 33 Portionen à 3 ml
Passend, wenn Sie … die flüssige Form mögen und 1 oder 2 Portionen täglich einnehmen möchten eine praktische feste Form für unterwegs und Büro suchen beide Pflanzen in einem Produkt haben möchten

Für wen ist Leuzea nicht geeignet?

Für eine Gruppe ist das Etikett eindeutig: Schwangere und Stillende sollen das Produkt nicht einnehmen. Darüber hinaus gelten allgemeine Vorsichtsregeln, wie bei den meisten belebenden pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln: Sprechen Sie vor Beginn mit Ihrem Arzt, wenn

  • es um ein Kind oder einen Jugendlichen geht – das Produkt ist nicht für Kinder bestimmt;
  • Sie Bluthochdruck oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben;
  • Sie unter Schlafstörungen, Ängstlichkeit oder innerer Unruhe leiden;
  • bei Ihnen eine hormonabhängige Erkrankung vorliegt oder Sie eine Hormontherapie erhalten – die Mechanismen von Ecdysteron sind nicht vollständig geklärt;
  • Sie eine Erkrankung der Leber oder Nieren haben;
  • Sie regelmäßig Medikamente einnehmen – insbesondere gegen Bluthochdruck, für das Herz, gegen erhöhten Blutzucker, zur Blutverdünnung, zum Schlafen oder für die Stimmung;
  • Sie aus gesundheitlichen, persönlichen oder religiösen Gründen auf Alkohol verzichten müssen (bei der flüssigen Form);
  • Ihnen eine Operation bevorsteht oder Sie an Wettkämpfen mit Dopingkontrollen teilnehmen.

Das heißt nicht, dass Leuzea in diesen Fällen zwangsläufig gefährlich ist. Es heißt, dass die Datenlage zu dünn ist, um sie für unbedenklich zu erklären – und dass Sie die Entscheidung am besten gemeinsam mit einem Arzt treffen, der Ihre Gesundheit kennt.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Welche Nebenwirkungen hat Leuzea?

Die Übersichtsarbeiten beschreiben Leuzea-Extrakte als vergleichsweise gut verträglich; die Arbeit von 2021 hält fest, dass die Einnahme in den zitierten Studien nicht mit Nebenwirkungen verbunden war. In der Studie von 2019 stiegen die Leber- und Nierenwerte nicht an. Diese Daten stammen allerdings aus wenigen, kurzen Studien. Wir formulieren es deshalb bescheidener: Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen sind in den vorliegenden Studien nicht beschrieben, Langzeitdaten am Menschen fehlen jedoch.

Wie bei jeder Pflanze sind individuelle Reaktionen möglich – Magenbeschwerden, vor allem bei Einnahme auf nüchternen Magen (deshalb „nach einer Mahlzeit“ auf dem Etikett), oder schwereres Einschlafen bei später Einnahme. Bei einer Allergie gegen Korbblütler (Ambrosia, Rainfarn, Kamille, Arnika) ist Vorsicht geboten. Bei ungewöhnlichen Beschwerden beenden Sie die Einnahme und wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Gibt es Wechselwirkungen mit Medikamenten?

Gut untersuchte Wechselwirkungen von Leuzea mit Medikamenten beim Menschen gibt es praktisch nicht – nicht, weil ihr Fehlen bewiesen wäre, sondern weil niemand sie systematisch untersucht hat. Wenn Sie verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen, beginnen Sie deshalb nicht auf eigene Faust. Denken Sie bei der flüssigen Form auch an das Ethanol als Extraktionsmittel: Manche Medikamente vertragen sich nicht einmal mit kleinen Mengen Alkohol – fragen Sie in der Apotheke nach.

Woran erkennt man einen hochwertigen Leuzea-Extrakt?

Der Markt für Präparate mit Leuzea und Ecdysteron ist unübersichtlich, und eine Untersuchung von 2020 zeigt, wie wichtig Transparenz ist. Ambrosio et al. analysierten 12 Nahrungsergänzungsmittel, die mit Ecdysteron beworben wurden, und stellten fest, dass der tatsächliche Gehalt insgesamt deutlich unter der Angabe auf dem Etikett lag. Auf diese Kriterien sollten Sie achten:

  1. Eindeutiger botanischer Name. Auf dem Etikett sollte Rhaponticum carthamoides oder Leuzea carthamoides stehen, nicht nur „Leuzea-Komplex“. Die Gattung Rhaponticum umfasst 24 Arten, und längst nicht alle sind untersucht.
  2. Angabe des Pflanzenteils. Die Wurzel ist der wichtigste Ausgangsstoff für Leuzea-Extrakte. Achten Sie auf „Wurzelextrakt“.
  3. Extraktmenge pro Portion. Das Etikett sollte angeben, wie viele Milligramm Extrakt eine Portion enthält (bei Leuzea Max flüssig: 600 mg in 3 ml), nicht nur den Flascheninhalt.
  4. Realistische Versprechen. Verspricht ein Etikett oder eine Werbung ein „natürliches Steroid“, „mehr Testosteron“ oder „Muskeln in einer Woche“, ist das ein Warnsignal. Solche Aussagen sind in der EU nicht zulässig.
  5. Transparenter Hersteller. Achten Sie auf einen Hersteller mit vollständiger Anschrift, Qualitätskontrolle und lückenlosen Produktinformationen – Verzehrempfehlung, Warnhinweise, Zutaten.
  6. Die passende Form für Sie. Flüssig für Flexibilität und Ritual; Tabletten, wenn Sie den Geschmack nicht mögen oder Alkohol meiden müssen.
  7. Für Sportler mit Dopingkontrollen: Das Präparat sollte aus geprüfter Quelle stammen, und der aktuelle Status von Ecdysteron auf den WADA-Listen sollte vor Beginn der Einnahme geklärt sein.

Leuzea und Tribulus kombiniert

Leuzea und Tribulus finden sich häufig gemeinsam in Präparaten für aktive Männer. Die Logik dahinter ist eher traditionell: Die beiden Pflanzen stammen aus entgegengesetzten Ecken Eurasiens – Tribulus von trockenen, sonnigen Hängen, Leuzea von kühlen sibirischen Bergwiesen – und enthalten unterschiedliche Stoffgruppen (Steroidsaponine wie Protodioscin bei Tribulus, Phytoecdysteroide bei Leuzea).

Lassen sie sich kombinieren? Ja – genau das ist die Idee des TLZ Flüssigextrakts: 3 ml enthalten 200 mg Tribulus und 400 mg Leuzea, eingenommen werden 3 ml zweimal täglich nach einer Mahlzeit, bis zu 8 Wochen, danach etwa 2 Wochen Pause. Auch hier bleiben wir ehrlich: Klinische Studien zu genau dieser Kombination gibt es nicht, und für keine der beiden Pflanzen gibt es zugelassene gesundheitsbezogene Angaben. Wenn Sie bereits einzelne Produkte mit Tribulus und Leuzea einnehmen, kombinieren Sie diese nicht zusätzlich mit TLZ, damit Sie die Tagesmengen nicht überschreiten.

Mehr über die andere Hälfte der Kombination lesen Sie in unserem Ratgeber Tribulus-Flüssigextrakt: Herstellung, Einnahme und was die Wissenschaft sagt.

Mythen und Fakten

Mythos: „Leuzea ist ein pflanzliches anaboles Steroid.“
Fakt: Ecdysteron hat eine Steroidstruktur, bindet aber nicht an den Androgenrezeptor und wirkt nicht wie Testosteron. Die chemische Bezeichnung „Steroid“ beschreibt die Form des Moleküls, nicht seine Wirkung.

Mythos: „Leuzea treibt das Testosteron in die Höhe.“
Fakt: In der Doppelblindstudie von 2006 veränderten 200 mg Ecdysteron über acht Wochen die Testosteronwerte trainierter Männer nicht. Belege für das Gegenteil gibt es beim Menschen nicht.

Mythos: „Mehr Tropfen, mehr Wirkung.“
Fakt: Es gibt keine Daten, dass eine höhere Dosis mehr bringt, und Sicherheitsdaten liegen nur für die untersuchten Dosen vor. Halten Sie sich an das Etikett: 3 ml einmal täglich, bei Sportlern zweimal.

Mythos: „Marale fressen Leuzea und sind deshalb so kräftig.“
Fakt: Das ist eine schöne Legende aus dem Altai, der die Pflanze ihren Namen verdankt. Ein wissenschaftlicher Beleg für irgendetwas ist sie nicht.

Mythos: „Was pflanzlich ist, ist für alle unbedenklich.“
Fakt: Schwangere und Stillende sollen Leuzea nicht einnehmen, und bei chronischen Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme ist ärztlicher Rat nötig.

Mythos: „Alle Leuzea-Produkte sind gleich.“
Fakt: Der Gehalt an 20-Hydroxyecdyson in der Wurzel schwankt je nach Untersuchung zwischen 0,049 % und 1,74 %, und eine Analyse von 12 Präparaten zeigt, dass der tatsächliche Ecdysterongehalt oft weit unter der Angabe liegt. Herkunft, Pflanzenteil und ein transparentes Etikett machen den Unterschied.

Häufige Fragen

Wie nimmt man flüssige Leuzea ein und wie viele ml pro Tag?

Leuzea Max flüssig wird einmal täglich mit 3 ml nach einer Mahlzeit eingenommen. Für Sportler sieht das Etikett zweimal täglich 3 ml nach einer Mahlzeit vor. Messen Sie die Menge mit einem Messbecher genau ab. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.

Wie viele Tropfen Leuzea am Tag?

Bei Leuzea Max wird die Menge in Millilitern angegeben, nicht in Tropfen: 3 ml pro Einnahme. Tropfenzählen ist ungenau, weil die Tropfengröße von der Öffnung und der Neigung der Flasche abhängt. Messen Sie 3 ml mit einem Messbecher ab.

Wann nimmt man Leuzea am besten ein – morgens oder abends?

Für die flüssige Form sagt das Etikett nur „nach einer Mahlzeit“. Für die Tabletten empfiehlt der Hersteller morgens oder mittags, spätestens 2 Stunden vor dem Schlafengehen – es liegt nahe, das auch für die flüssige Leuzea zu übernehmen. Belebende Pflanzen werden traditionell in der ersten Tageshälfte eingenommen.

Was ist Ecdysteron und was zeigen Studien am Menschen?

Ecdysteron (20-Hydroxyecdyson) ist das wichtigste Phytoecdysteroid in der Leuzea-Wurzel. Studien am Menschen gibt es wenige: Eine von 2019 mit 46 Männern berichtet über eine stärkere Zunahme von Muskelmasse und Kraft unter einem Ecdysteron-Präparat, eine andere von 2006 mit 45 Männern findet keinen Unterschied zu Placebo. Die Übersichtsarbeiten kommen zu dem Schluss, dass mehr und größere Studien nötig sind.

Flüssigextrakt oder Tabletten – was soll ich wählen?

Der Flüssigextrakt enthält 600 mg Wurzelextrakt in 3 ml, die Tablette 200 mg. Flüssig nimmt man einmal täglich (zweimal bei Sportlern), die Tablette einmal täglich morgens oder mittags. Die Wahl hängt von Ihrem Alltag ab – und davon, ob Sie Alkohol meiden müssen; prüfen Sie in diesem Fall die Zutatenliste.

Welche Nebenwirkungen hat Leuzea?

In den vorliegenden Studien sind keine schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen beschrieben, allerdings sind es nur wenige und kurze Studien. Möglich sind individuelle Reaktionen wie Magenbeschwerden oder schwereres Einschlafen bei später Einnahme. Bei ungewöhnlichen Beschwerden beenden Sie die Einnahme und wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Wer sollte Leuzea nicht einnehmen?

Schwangere, Stillende und Kinder. Ärztlicher Rat ist nötig bei Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen, hormonabhängigen Erkrankungen, Leber- oder Nierenerkrankungen und bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme. Bei der flüssigen Form außerdem für alle, die Alkohol meiden müssen.

Wie lange dauert eine Einnahmephase und braucht es eine Pause?

Das Etikett von Leuzea Max flüssig nennt keine Einnahmedauer. Als Orientierung: Für TLZ flüssig (Tribulus und Leuzea) empfiehlt der Hersteller bis zu 8 Wochen Einnahme und etwa 2 Wochen Pause. Bei längerer Einnahme oder chronischen Erkrankungen sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Kann man Leuzea mit Tribulus kombinieren?

Ja, die beiden Pflanzen werden häufig kombiniert – etwa im TLZ Flüssigextrakt (200 mg Tribulus und 400 mg Leuzea in 3 ml). Klinische Studien zu genau dieser Kombination gibt es nicht, ebenso wenig zugelassene gesundheitsbezogene Angaben für die beiden Pflanzen. Kombinieren Sie nicht mehrere Produkte mit denselben Pflanzen, damit Sie die Tagesmengen nicht überschreiten.

Ist Leuzea im Sport verboten?

Laut einer Übersichtsarbeit von 2024 steht Ecdysteron seit 2020 im Monitoring-Programm der WADA – es wird beobachtet, ist aber nicht verboten. Die Listen werden jedes Jahr aktualisiert, deshalb sollten Wettkampfsportler den aktuellen Status prüfen, bevor sie ein Präparat mit Leuzea einnehmen.

Enthält der Flüssigextrakt Alkohol?

Tinkturen werden grundsätzlich mit einem Wasser-Alkohol-Gemisch hergestellt, weil Ethanol die Inhaltsstoffe aus der Wurzel löst und den Extrakt haltbar macht. Wenn Sie Alkohol vollständig meiden müssen, prüfen Sie die Zutatenliste auf der Verpackung oder wählen Sie Leuzea Max Tabletten.

Ist Leuzea Max ein Arzneimittel?

Nein. Leuzea Max ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Arzneimittel. Es ist nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu behandeln oder ihnen vorzubeugen, und ersetzt keine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und keine gesunde Lebensweise.

Quellen

  1. Kokoska L, Janovska D. Chemistry and pharmacology of Rhaponticum carthamoides: a review. Phytochemistry. 2009;70(7):842–855. PubMed 19457517
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Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Leuzea Max und TLZ sind Nahrungsergänzungsmittel und keine Arzneimittel. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Nicht geeignet für Schwangere und Stillende. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern lagern. Für Leuzea und Tribulus gibt es in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben.

Häufige Fragen

Wie nimmt man Leuzea Max flüssig ein?

Laut Etikett nimmt man Leuzea Max flüssig einmal täglich mit 3 ml nach einer Mahlzeit ein; Sportler nehmen zweimal täglich je 3 ml. Eine Portion von 3 ml enthält 600 mg Extrakt aus der Leuzea-Wurzel.

Wie lange reicht eine Flasche Leuzea-Flüssigextrakt?

Bei einmal täglich 3 ml reicht eine 100-ml-Flasche gut einen Monat. Die Rechnung: 100 ml geteilt durch 3 ml ergibt rund 33 Portionen. Nimmst du sie wie für Sportler angegeben zweimal täglich mit je 3 ml, reicht die Flasche etwa 16 Tage.

Welche anderen Namen hat Leuzea?

Leuzea heißt botanisch Rhaponticum carthamoides, in älterer Literatur auch Leuzea carthamoides. Im Deutschen nennt man sie Maralwurzel oder Saflor-Bergscharte, im Englischen maral root und in China „Xinjiang-Ginseng“. Alle diese Namen meinen dieselbe Pflanze.

Stimmt die Geschichte von den Maral-Hirschen?

Die Geschichte ist eine Überlieferung aus dem Altai und keine wissenschaftliche Beobachtung. Erzählt wird, dass die Marale, sibirische Rothirsche, im Herbst die Wurzeln der Pflanze ausgraben und fressen. Von dieser Legende stammt der Name Maralwurzel.

Was bedeutet der Begriff Adaptogen?

„Adaptogen“ ist ein Begriff aus der Fachliteratur und keine behördlich anerkannte Wirkung. Sowjetische Forscher ordneten Leuzea im 20. Jahrhundert dieser Gruppe zu, zusammen mit Ginseng, Taigawurzel, Rosenwurz und Ashwagandha. In der EU gibt es weder für Leuzea noch für den Begriff zugelassene gesundheitsbezogene Angaben.

Wer sollte vor der Einnahme von Leuzea ärztlichen Rat einholen?

Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche sowie Menschen, die Medikamente einnehmen oder eine chronische Erkrankung haben, sollten vorher mit ihrem Arzt oder Apotheker sprechen. Halten Sie sich an die Verzehrempfehlung auf dem Etikett. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ärztliche Beratung.